Nächster Termin

Datum Titel
15.12.18 SC Rochade Emsdetten 2 - SK Gescher 1 SK1 Spieltermin

Knappe 3,5:4,5 Niederlage gegen den SK Dülmen I beschert SK81 die rote Laterne in der Verbandsliga Münsterland

Nach der unglücklichen Niederlage gegen Turm Raesfeld II Anfang November folgte gegen den SK Dülmen I am 4ten Spieltag eine weitere Schlappe mit demselben Ergebnis. In der nüchternen Analyse der Spiele an den acht Brettern musste man dieses Mal jedoch feststellen: Dülmen war diesen einen Punkt besser und hat den Mannschaftskampf am Ende verdient gewonnen. Ein Sieg von Hilmar an Brett 8 bei zwei Niederlagen von Stefan (Brett 2) sowie Julian (Brett 6) führten bei fünf weiteren Punkteteilungen letztlich zur Niederlage und der Übernahme der „roten Laterne“ vom Spielgegner.

Die Voraussetzungen waren dieses Mal für den SK81 schwieriger, da wir auf Christoph (Brett 2) und Ludger (Brett 6) verzichten mussten. Hinzu kam, dass Stefan (Brett 2) kurzfristig am Samstag arbeiten musste und erst kurz nach Spielbeginn ans Brett konnte. Dülmen musste an Brett 8 einen Ersatzspieler aus der zweiten Mannschaft einsetzen, der sich dort aber bisher ganz gut in Szene setzen konnte. Von der Papierform her waren wir unseren Gegnern an fünf Brettern zwischen 30 und 150 DWZ-Punkten unterlegen, an einem Brett ebenbürtig (Brett 1) und an zwei Brettern (4 + 8) vermeintlich stärker aufgestellt.

Dennoch entwickelte sich zunächst ein ausgeglichener Mannschaftskampf. Bereits nach 1,5 Stunden einigten sich an Brett 3, Stefanie Lanfer, nach 14 Zügen und Frank Robers an Brett 7 mit ihren Gegnern auf eine Punkteteilung. Insbesondere das Remis von Frank gegen den starken Georg Tecklenborg (DWZ 1782) war für Frank und die Mannschaft sicherlich ein motivierender Teilerfolg. Gegen 18.30 folgten die nächsten beiden Punkteteilungen. Im Spitzenduell an Brett 1 einigten sich die ebenbürtigen Spieler Christian Scho sowie Robin Eiersbrock auf ein Remis. Nahezu zeitgleich schüttelten sich auch Michael Stein und Detlev Lödding an Brett 5 friedlich die Hände, nachdem sie in 39 Zügen nahezu alle Figuren getauscht und in dem entstandenen Läuferendspiel ihre Bauernreihen so ineinander verkeilt hatten, dass ein Durchdringen von König und/oder Läufer nicht mehr möglich war. Aus Mannschaftssicht war das Remis von Michael gegen den 150 Punkte stärkeren Lödding sicher ein Teilerfolg.

15 Minuten später konnte Bernhard gegen den erfahrenen Dülmener Spieler, Christian Rebber, aus einer positionell schwierigen Stellung durch einen unerwarteten Springerausfall die Initiative übernehmen, so daß Christian nach längerer Bedenkzeit und Analyse der weiteren laufenden Bretter dass zeitgleich abgegebene Remisangebot von Bernhard annahm. Christian Rebber war Gründungsmitglied des SK81 und gehörte in den 80er und 90er Jahren zu den Stützen des Gescheraner Schachvereins. Es war schön, dich mal wieder zu sehen! Dir weiterhin alles Gute! Zwischenstand: 2,5:2,5.

Um 19:00 Uhr gewann an Brett 8 Hilmar Frieske mit Weiß eine lange Zeit ausgeglichene Partie gegen Zaman Hussein. In einer sizilianischen Partie stand Hilmar mit Weiß angesichts der vorpreschenden schwarzen Bauern am Damenflügel im Mittelspiel unter Druck, bis er seinen eingeengten Läufer abtauschen und mit seiner Dame auf die siebte Reihe entscheidend vordringen konnte und einen ganzen Punkt einfuhr. Leider konnte Stefan Lanfer an Brett 2 gegen Wolfgang Grund seine Stellung nicht halten und musste nahezu zeitgleich mit Hilmars Sieg seinem Gegner gratulieren. Stefan war in einer Englischen Spieleröffnung schnell unter Druck geraten, wobei kaum Material getauscht wurde, sondern sowohl in der Brettmitte als auch am Damenflügel Bauerndurchbrüche vorbereitet wurden. Dieses positionelle Taktieren verlangte eine Menge Rechenarbeit, die aber eher Stefan in Zeitnot brachte. 5 Minuten für 10 Züge erwiesen sich dann als zu große Hypothek, die über einige Ungenauigkeiten zu entscheidendem Materialverlust führten. 3,5:3,5

Die letzte Partie zwischen Julian Brands und Hans-Erich Kötting an Brett 6 musste also die Entscheidung bringen. Julian hatte eine bravouröse Partie gespielt, sich seine Zeit gut eingeteilt und konnte materiell die Partie lange offen halten. Allerdings sahen wir als Teamkameraden auch, dass der spielstarke Kötting, mit 1864 DWZ-Punkten ohnehin haushoher Favorit, sein Läuferpaar sehr effektiv in Angriffsposition gebracht hatte und damit den Angriff seiner Schwerfiguren auf den weißen König wirksam unterstützten. Hinzu kam ein gefährlich aufgerückter b-Bauer. Julian flickte die Lücken so gut wie möglich, bis Kötting mit einem schönen Turmopfer auf c3 weitere Lücken schuf. Julian versuchte mit einem Springeropfer die Lage zu entschärfen, aber letztlich schlug der Angriff durch. Als weitere empfindliche Materialverluste unabwendbar wurden gab Julian auf. Gegen diesen spielstarken Gegner darf und kann man verlieren! Kopf hoch Julian.

So ging der Mannschaftskampf am Ende 3,5:4,5 knapp, aber verdient verloren und Dülmen nahm beide Punkte mit nach Hause. Nunmehr am Tabellenende gelandet, haben wir in den verbleibenden fünf Runden nur noch Endspiele, das nächste im Gastspiel bei der SC Rochade Emsdetten II am 15.12. Hoffentlich bleiben wir von personellen Ausfällen verschont.