Zweite Lehrstunde für Gescher II: 1:7 gegen Ahaus-Wessum II

Spielbericht

Auch die zweite Runde der Bezirksoberliga Borken zeigte den Schachfreunden von Geschers zweiter Mannschaft sehr deutlich, dass einem der schachliche Wind in dieser Klasse einfach deutlich stürmischer ins Gesicht schlägt als noch in der Bezirksliga darunter, wo er sich bisweilen als laues Lüftchen zeigte. So gestaltete sich der Nachmittag zu einer verschärften Trainingseinheit für die Schachfreunde aus Ahaus, Wessum und Vreden, da die Schachfreunde aus der Glockenstadt trotz allen Einsatzes gegen deutlich DWZ-stärkere Gegner schachlich mehr oder weniger auf ziemlich verlorenem Posten standen. Das 1:7 -in der 1. Runde gegen Borken II noch höchst unglücklich entstanden- war in Runde zwei gegen Ahaus/Wessum die zwangsläufige Folge klarer schachlicher Unterlegenheit. 

Hinzu kam, dass Richard Eißing an Brett zwei auf Routinier Frank Creutzburg verzichten musste, so dass Ahaus/Wessum gleich mit 1:0 in Führung ging. Auch Silvia Kamp an Brett 3 musste ersetzt werden. Dies bedeutete für Gescher eine deutliche Schwächung bei schon vorhandener Unterlegenheit.

Dann begann -trotz engagierten Spiels und sehr ehrgeiziger Gegenwehr- die schrittweise Auflösung der Gescherer Schachmannschaft: 

Ralf Hanses kam an Bett 3 gegen seinen jungen Gegenspieler, der der Französischen Eröffnung den Königsindischen Angriff entgegen warf, nach einiger Zeit positionell ins Hintertreffen und musste sich verdient geschlagen geben. Mit ähnlichen positionellen Schwierigkeiten hatte auch Dennis Büning an Brett 4 zu kämpfen. Der nach eigenen Aussagen experimentierfreudige Sven Leschinsky (Brett 5) wurde schnell eines Besseren belehrt, nachdem er sich in einer Gambitvariante mit seiner eigenen Dame zu weit aufs Feld gewagt hatte. Ebenso wie unsere Fußballnationalmannschaft gegen die Niederlande konnte auch Mannschaftsführer Richard Eißing wenig gegen die Holländische Verteidigung ausrichten (Dit is echt jammer!) und verlor nach und nach mehrere Bauern und  schließlich die Partie.

Doch nicht alles Schachliche auf Gescherer Seite war schwach: So hielt Ersatzspieler Marcel Engbers gegen seinen 800 Punkte (!) stärkeren Gegenspieler lange sehr gut mit und ging keinesfalls unter. Die zweite Mannschaft bedankt sich -trotz Niederlage- ganz herzlich für seinen tollen Einsatz. Karl Kessler erkämpfte gegen seinen 200 DWZ-Punkte überlegenen Gegenspieler in einem Endspiel trotz eines Minusbauern sogar ein Remis. Die Möglichkeit zum vollen Punkt hatte Andreas Schlüter an Brett 7, der sehr konzentriert spielte und gegen seinen 300 Punkte stärkeren Gegenspieler am Ende zu einer respektablen Punkteteilung kam.

Da die Mannschaften in völlig unterschiedlicher Spielstärke angetreten waren, war man während des nachfolgenden gemeinsamen Essens trotz klarer Niederlage bester Dinge, denn letztendlich "müssen die anderen gewinnen, um ihr Gesicht nicht zu verlieren". (O-Ton während des Essens) Für Geschers Zweite geht es somit primär darum, Erfahrungen in der Oberliga zu sammeln. Der Kampf um den eher unwahrscheinlichen Klassenerhalt steht erst an zweiter Stelle.

Am 03.11. trifft Schlusslicht Gescher II in Runde 3 auswärts auf die Schachfreunde von Heiden 3. Mal sehen, wem dann ein schachlicher Erfolg gelingt.