SK 81 Gescher I startet mit Punkteteilung gegen Nienberge in neue Verbandsligasaison 19/20

Spielbericht

Ob das Mannschaftsremis ein Erfolg war oder nicht wird erst der weitere Saisonverlauf zeigen. Die durchschnittliche Spielstärke der Verbandsligamannschaften weist eine Spreizung zwischen DWZ 1880 (Olfen und Saerbeck) und 1730 (Ibbenbüren) und damit fast 150 Leistungspunkten auf. Wir liegen mit 1814 Punkten im Mittelfeld, wobei Christian und Christoph an den vorderen Brettern den Mannschaftsschnitt deutlich anheben. Insofern treffen wir insbesondere an den Brettern 5-8 nach der Papierform tendenziell auf mindestens gleichstarke Gegner.

Mannschaft Spieler
SF Olfen 1 1879 12
SC Falke Saerbeck 1 1876 9
Südlohner SV 2 1847 12
Schach Nienberge 2 1830 8
SF Beelen 1 1826 8
SC Rochade Emsdetten 2 1819 11
SK Gescher 1 1814 10
SF Telgte 1 1795 9
SK Königsspringer Nordwalde 1 1764 10
SV Ibbenbüren 1 1734 11

Vor diesem Hintergrund war der Saisonauftakt gegen Nienberge gleich eine Standortbestimmung. Am ersten Brett ging der Punkt kampflos an uns, so dass Christian Scho den Nachmittag mit Kiebitzen verbringen musste. Der geschenkte Punkt brachte gleichwohl nicht den erhofften Euphorieschub im Gescheraner Lager. An allen Brettern wurde verbissen gekämpft, bevor Bernhard (mit Schwarz) gegen 17.45 in einer Caro Kann-Partie das Remisangebot seines Gegenspielers van de Vyle akzeptierte. Kurz danach einigte sich auch Ludger Priebs an Brett 6 in einer holländischen Partie nach 17 Zügen auf eine Punkteteilung.

Bis 19.30 passierte dann nichts mehr. Christoph hatte an Brett 2 bis zum 20ten Zug bereits 80 Minuten in Partie gesteckt, doch sein Gegenspieler, da Costa Campos, hatte die Stellung offenhalten können. Nach 34 Zügen war das Brett bis auf einige Bauern auf beiden Seiten geräumt, Christoph's Türme beherrschten die d-Linie während die schwarze Dame mit dem König die vorletzte Reihe absicherte. Remis! Nahezu zeitgleich musste Steffi an Brett 4 ihrem Gegner, Thorsten Schipke, gratulieren. In einer scharfen Variante des Sizilianers hatte Steffi nach 20 Zügen die Qualität gegeben, um ihren Angriff fortsetzen zu können. Schipke verteidigte jedoch umsichtig, kontrollierte die Gefahrenherde und konnte am Ende durch erzwungene Materialabtäusche seinen Qualitätsvorteil in eine Gewinnstellung umsetzen. Zwischenstand: 2,5:2,5.

Doch schon kurze Zeit später konnte Julian Brands seine Partie für sich entscheiden. Im 22ten Zug hatte er in einer weitgehend geschlossenen Stellung eine Qualität gewonnen, ohne dass dies unmittelbar einen spielentscheidenden Vorteil brachte. Erst die Fesselung des gegnerischen Springers auf der f-Linie brachte den entscheidenden Materialgewinn und damit den ganzen Punkt. Mit dieser Führung bei noch zwei laufenden Partien keimte die Hoffnung auf den Mannschaftssieg im Gescheraner Lager. Allerdings standen sowohl Stefan Lanfer an Brett 3 als auch Hilmar Friske an Brett 8 eher auf Verlust. Stefan hatte dann kurz nach der Zeitkontrolle plötzlich wieder berechtigte Aussichten auf eine Punkteteilung, da er in einem Springerendspiel den Mehrbauern seines Gegners dank seines zentralisierten Königs zurück gewinnen würde. In dieser Ausgangslage einigten sich die Mannschaftsführer gegen 20.30 auf ein Mannschaftsremis.

Fazit: Ein enger Kampf mit einer gerechten Punkteteilung. Nienberge hat eine spielstarke Mannschaft. Für das Abschneiden in dieser Saison wird entscheidend sein, wie gut die Mannschaften ihre Spieler an den Wettkampftagen mobilisieren können. Mannschaften mit einem breiteren Kader sind hier wahrscheinlich deutlich in Vorteil.