SK Gescher I verliert einen Punkt beim Mannschaftsremis in Telgte

Spielbericht

Beim Verbandsligagastspiel in Telgte mussten beide Mannschaften auf einen Stammspieler verzichten. Zum Glück konnten wir vollständig antreten, denn Ludger Priebs hatte sich in dem erstmalig stattfindenden Karnevalsumzug ca. 45 Minuten durch das närrische Treiben kämpfen müssen, um letztlich 15 Minuten nach offiziellem Spielbeginn im Spiellokal Knickenberghaus einzutreffen. Von der Papierform her waren die Mannschaften in etwa gleichwertig, denn wir hatten an drei Brettern (1,2,3), Telgte dagegen an 5 und 8 von der Papierform her Vorteile. Allerdings hatten die Telgter Schachfreunde irgendwie auch einen Lauf…Nach sechs Stunden Spielzeit hatten wir beim Tabellenführer aus Telgte gefühlt eher einen Punkt verloren, als einen gewonnen.

Langfassung: Nach drei Stunden Spielzeit kamen die ersten Ergebnisse. Julian einigte sich an Brett 4 mit seinem Gegner auf eine Punkteteilung. In einer sizilianischen Partie hatten beide Spieler im Schnelldurchgang in der ersten Stunde 25 Züge absolviert und viel Material abgeräumt. Es war ein Endspiel T+2L gegen T+L+S entstanden, bei dem Julian mit 5 gegen 3 Bauern materiellen Vorteil hatte, den die aktiveren Läufer des Gegners aber kompensierten, so dass nach 56 Zügen die Punkteteilung stand. Zehn Minuten später einigte sich auch Christian Scho an Brett 1 mit seinem Gegner, Axel Juncker, nach 24 Zügen auf ein Remis. Die beiden Bauernketten hatten sich gegenseitig neutralisiert und die offene a-Linie wurde von beiden gleichermaßen kontrolliert.

Nur 15 Minuten später brachte Frank Robers an Brett 8 das Gescheraner Lager zum Jubeln. In einer eigentlich ausgeglichen Stellung hatte Frank eine kleine Falle aufgebaut, die ihm anschließend einen Leichtfigurengewinn und damit den Sieg bescherte. Zwischenstand um 19.30 Uhr: 2:1.

Um 20.00 Uhr einigte sich dann Ludger Priebs mit Tim Pohl an Brett 5 auf ein Remis, nachdem er in der holländischen Partie lange Zeit schlechter gestanden hatte. Eine kleine Unachtsamkeit seines Gegenspielers im Mittelspiel reichte Ludger jedoch, um Material- und Stellungsausgleich zu erzielen. Nahezu zeitgleich fuhr Christoph Eißing an Brett 2 den zweiten Gescheraner Tagessieg ein, nachdem er in kleinen Schritten seine Stellung sukzessive verbessert hatte. Nur 15 Minuten später und nach vier Stunden Spielzeit einigte sich auch Steffi Lanfer an Brett 3 angesichts zweier intakter Bauernreihen und jeweils T+S mit ihrem Gegner, Alfred Kuhlenbäumer, auf eine Punkteteilung. Zwischenstand 4:2 und es liefen noch die Partien von Hilmar (Brett 7) und Bernhard (Brett 6). Da deren Stellungen vollkommen ausgeglichen schienen, waren alle zuversichtlich, dass es am Ende zum Mannschaftssieg reichen würde. Der Rest des Abends verlief dann allerdings frustrierend. Hilmar hatte in einem Damenendspiel mit ungleichfarbigen Läufern und jeweils intakten Bauernketten auf den Feldern des eigenen Läufers die Möglichkeit die Damen zu tauschen und damit den halben Punkt einzufahren. Hier befand er sich allerdings bereits in Zeitnot, und nachdem diese Möglichkeit verstrichen war, führte dann eben diese Zeitnot zum spielentscheidenden Eindringen der gegnerischen Dame ins weiße Lager.

Aber da war ja noch die Partie von Bernhard an Brett 6: Im Budapester Gambit hatte Bernhard eine bequeme Stellung erreicht und zu einem früheren Zeitpunkt ein Remisangebot abgelehnt. Einmal im Hintertreffen, musste der Telgter Mannschaftsführer, Peter Esser, also auf Sieg spielen. Bernhard unterliefen im entstandenen Turmendspiel zwei Ungenauigkeiten, die zunächst einen, später einen weiteren Bauern und nach 78 Zügen die Partie kostete. Endstand 4:4

Fazit: Da war nach dem Spielverlauf mehr drin, aber ein Spiel endet eben erst mit dem Schlusspfiff und vorhandene Chancen muss man eben auch nutzen. Glückwunsch an Telgte zu diesem erkämpften Punkt. Mit nunmehr 8 Mannschaftspunkten nach 7 Spieltagen und noch zwei anstehenden Runden stehen wir mit Südlohn gemeinsam auf dem 4ten Platz und haben weder mit dem Aufstieg noch dem Abstieg etwas zu tun.